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Werkzeugdatenprozess neu gedacht!

MarketingVerein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V. on September 1, 2017 at 10:00 AM
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Trotz DIN 4000 und ISO 13399 stellt der Datenaustausch von ToolManagement-Systemen zu operativen CAD/CAM- und Simulationssystemen immer noch eine große Hürde dar. Klassische Datenschnittstellen mit eins-zu-eins Beziehungen beim Austausch von Werkzeuggrafiken führen zwangsweise zu einer Agilitätseinschränkung auf der Seite der operativen IT-Zielsysteme. Mehr dazu finden Sie auf der  EMO Sonderschau industrie 4.0 area in Halle 25 Stand B60.

 

Kollaborative ToolManagement-Systeme zeichnen sich durch eine hohe Datenintegrität und Datenqualität aus. In IT-gestützten Zerspanungsprozessen, sprich es kommen Softwaresysteme rund um die CNC-Werkzeugmaschine zum Einsatz, rückt das ToolManagement-System in eine zentrale Datenbereitstellungsposition. Die klare Zielsetzung moderner, agiler Zerspanungsprozesse, Rüst- und Einfahrzeiten an den Werkzeugmaschinen zu reduzieren, verleiht dem ToolManagement-System eine enorme Wichtigkeit. Wichtig ist vor allem, dass das ToolManagement-System auf Grund starrer Strukturen nicht zur prozesstechnischen Einbahnstraße im Fertigungsunternehmen wird. In vielen Realisierungsansätzen ist immer noch zu erkennen, dass das „datenverbreitende“ ToolManagement-System über customized Datenschnittstellen mit eins-zu-eins Beziehungen zu den operativen Zielsystemen kommuniziert. Besonders im Bereich von Werkzeuggrafikdaten für CAD/CAM- und Maschinensimulations-Systeme versteckt sich hierbei eine große Gefahr. Auf Grund sehr spezifischer Grafikvoraussetzungen der einzelnen Zielsysteme führen die bereits erwähnten klassischen Datenschnittstellen zu einer zielsystemspezifischen Datenanlage von Grafikinformationen im ToolManagement-System. Das heißt, die verwalteten Werkzeuggrafiken im ToolManagement-System sind explizit auf ein spezifisches CAD/CAM oder Maschinensimulations-System abgestimmt. Dadurch ist die prozesstechnische Einbahnstraße bereits manifestiert und verhindert jede Veränderung, bzw. Erweiterung im Bereich der operativen IT-Zielsysteme. Ein neues oder zusätzliches CAD/CAM oder Maschinensimulations-System würde zwangsweise zu einer Überarbeitung oder Neuanlage des kompletten Datenbestandes im ToolManagement-System führen. In manchen Fällen muss sogar von einer nicht realisierbaren Aufgabenstellung ausgegangen werden.

 

Mit der Einführung von Normierungen (DIN 4000 und ISO 13399) sollte eine einheitliche Definition von Werkzeugdaten etabliert werden. Viele Werkzeughersteller liefern bereits Werkzeugdaten, denen die entsprechende Normierung zu Grunde liegt. Auch Grafikinformationen werden entsprechend der Normierung geliefert. Die Praxis zeigt allerdings, dass CAD/CAM- oder Maschinensimulationssysteme unterschiedlich aufbereitete Geometriedaten oder Grafikinformationen benötigen. So ist zu erkennen, dass unterschiedliche Grafikformate (STEP, STL, DXF), parametrisierte Konturzugbeschreibungen in unterschiedlicher Zusammensetzung, aber auch von der Ausgangsinformation abweichende Grafikinformationen, wie z.B. hinterschnittfreie Werkzeugaufnahmegeometrien, für einzelne Zielsysteme bereitgestellt werden müssen.

Die Praxis zeigt also, dass die bestehende Normierung nicht ausreicht, bzw. eine allumfassende Normierung eher unrealistisch erscheint. In Projektkonstellationen wo das ToolManagement-System mit unterschiedlichen IT-Zielsystemen kommunizieren sollte, kommt es zu unüberwindbaren Problemen. Projekte scheitern, verursachen Frust bei den Projektpartnern und erzeugen unnötige Kosten. Ein Umdenken ist notwendig!

Das ToolManagement-System muss neben der Datenverwaltungs- auch eine Datenaufbereitungsaufgabe übernehmen. Es avanciert zum Werkzeugdatengenerator für die unterschiedlichsten Zielsystemanforderungen. Damit schon bei der ersten Komplettwerkzeuganlage im ToolManagement-System Zukunftssicherheit aufgebaut und nachträgliche Aufwände verhindert werden, ist es notwendig, dass ein gesamter Datenpool  weitestgehend automatisiert erzeugt wird. Der Datenpool sollte über eine höchste Pluralität von CAD-Informationen und parametrisierten Konturbeschreibungen verfügen. Die notwendigen Informationen können so dem jeweiligen CAD/CAM- oder Maschinensimulationssystem zur weiteren Verwendung zur Verfügung gestellt werden. Entsprechend der Industrie 4.0 Leitidee, digitale Informationen fließen zu lassen, ist auch in der Datenbereitstellung der ToolManagement-Systeme ein offener Datenplattformgedanke vorhanden.

 

Abschließend ist festzuhalten, die Grundlage für einen vereinfachten Datenimport in das ToolManagement-System bilden weiterhin strukturierte Werkzeugherstellerdaten (DIN 4000, ISO 13399). Das ToolManagement-System sollte allerdings in der Lage sein, daraus mit einem hohen Automatisierungsgrad einen umfangreichen Datenpool zu generieren. Nur so kann ein zukunftsträchtiges ToolManagement aufgebaut werden, das auch auf Veränderungen im Gesamtprozess (Anschaffung neuer Zielsysteme) reagieren kann. Auch das ist ein Leitgedanke von Industrie 4.0!

 

Bild: Die COSCOM TCI Datenplattform ermöglich eine zukunftssichere Datenanlage im ToolManagement-System – auch bei möglichen Veränderungen in den operativen Zielsystemen.

 

 

COSCOM Pressekontakt:

 

Email: [email protected]
Web: www.coscom.de

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